DVT – Digitale Volumentomographie

Seit einigen Jahren können mittels der digitalen Volumentomographie (DVT) 3-dimensionale Darstellungen der Hartgewebe auch im Mund-, Kiefer- & Gesichtsbereich angefertigt werden, die zuvor nur mittels Computertomographie (CT) möglich waren. Aufgrund der digitalen Technik ist es dabei möglich auf dem Bildschirm in allen Ebenen durch den aufgenopmmenen Kopfbereich „fahren“ zu können.

Der Vorteil gegenüber einem konventionellen 2-dimensionalen Bild ist, dass Überlagerungen in der dort gewohnten Art nicht statt finden und so oftmals Strukturen und räumliche Zusammenhänge präzise dargestellt werden können, die auf einem herkömmlichen Bild überhaupt nicht erkennbar sind (siehe Fallbeispiel unten).

Gerne können Sie uns Ihre Patienten auch zur Herstellung eines DVTs überweisen.

Strahlenbelastung:
Mit Geräten der aktuellen Generation lassen sich dabei sehr hohe Auflösungen bei deutlich geringerer Strahlenbelastung gegenüber einem CT erzielen. Da in der Endodontie höchste Auflösungen zur Darstellung feinster Strukturen erforderlich sind, arbeiten wir mit den hierbei derzeit führenden Geräten der Fa. Morita. Ein weiterer Vorteil bei diesen Geräten ist, dass sich sehr kleine Felder aufnehmen lassen, wodurch die Strahlendosis noch einmal gesenkt wird. Hierzu trägt auch die Morita dose-reduction Technologie bei. So ist es möglich einen DVT-Ausschnitt einer Kieferregion aufzunehmen, bei dem die Strahlendosis unterhalb der einer konventionellen zahnärztlichen Übersichtsaufnahme (OPG) liegt.

Fallbeispiel Zahn 15 (Bild 1):

Das konventionelle 2-dimensionale Röntgenbild zeigt eine Entzündung an der Wurzelspitze des Zahns 15 und keine besonderen Auffälligkeiten des Wurzelkanalsystems.

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Fallbeispiel Zahn 15 (Bild 2):

Erst im DVT ist erkennbar, dass die beiden Wurzelkanäle mehrfach zusammen laufen und wieder divergieren und zudem ein Seitenkanal zum Gaumen hin vorhanden ist. In Kenntnis der vorhandenen Strukturen ist nun auch dieser Zahn behandelbar.

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